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Am 9.4.2017 beim HAJ Hannover Marathon konnte ich meine persönliche Bestzeit noch einmal um 7 Minuten verbessern und kam so bei 2:51:57 auf die 42,2 Kilometer ins Ziel.

Ich bin am Freitagvormittag bereits nach Hannover angereist. Dankenswerterweise bin ich in Niedersachsens Landeshauptstadt aufgrund meiner norddeutschen Wurzeln, oder eigentlich der meiner Eltern, noch ganz gut vernetzt. Es gelang mir erstaunlich gut, die letzten zwei Tage vor dem Rennen den Kopf freizubekommen. Auch die Marathon-Vorbereitung war ziemlich nach Plan gelaufen und ich war froh, dass ich meine Laufkilometer auf die geforderten Umfänge pro Woche hatte hochschrauben können ohne Verletzungen zu riskieren. Wirklich geschlaucht haben mich die langen harten Intervalle der letzten Wochen. Hier fängst du schon mal an daran zu zweifeln, ob du das wirklich laufen kannst.

Samstag früh hatte ich dann dummerweise auf einmal Halsschmerzen, die sich, wie sich noch herausstellen sollte, zu einer Erkältung entwickelten. Die Nacht von Samstag auf Sonntag war schrecklich, da ich Halsschmerzen hatte und meine Atemwege scheinbar dicht waren. Ärgerlich darüber, sich das ganze Jahr über nicht zu erkälten und dann am Tag vor dem Event, gingen wir zum Start am Hannover Rathaus. Ich sagte mir aussteigen könnte ich auch immer noch im Rennen. Marathonstart war für 9 Uhr angesetzt und ehrlich gesagt fühlte ich mich als ich im Startblock stand schon gar nicht mehr so schlecht.

Die ersten Kilometer liefen gut und die Maschseepromenade war auch noch angenehm kühl. Hannover ist eine schnelle, flache Strecke – das kam mir doch sehr entgegen. Bei Kilometer 16 standen, wie vereinbart, die ersten bekannten Gesichter und meine Freundin, der ich mit erhobenem Daumen signalisieren konnte, dass die Erkältung mich voraussichtlich nicht dahinraffen wird.

Ab Kilometer 30 heißt es dann dranbleiben und sich nicht dazu verleiten lassen zu glauben man hat den Lauf bereits in der Tasche. Jeder der selbst schon einmal auf der Marathon-Distanz unterwegs war weiß wie schwer das sein kann. Mir ist das denke ich ganz gut gelungen, nur bei Kilometer 34 habe ich wirklich mal 20 Sekunden verloren – danach war der Fokus aber wieder hergestellt. Wirklich leid taten mir hier vor der Uni und entlang der Herrenhäuser Gärten einige Läufer, die aufgeben mussten. So weit gekommen, gut gelaufen und dann ist doch der Ofen aus.

Die letzten Kilometer, bis das Rathaus, das Start- und Zielpunkt zugleich darstellte, in Sichtweite kam, hieß es noch einmal Zähne zusammen beißen. Auf der schier endlosen Zielgeraden vor und hinter mir war viel Platz, sodass ich mich bemühte mir ein Lächeln abzuringen. Den Fotos nach zu urteilen ist mir das jedoch eher mäßig gut gelungen.

Es brauchte ein bisschen bis sich die Freude darüber, meine Zeit vom Nizza Marathon um sieben Minuten verbessert zu haben, breitmachte. Ich erst einmal froh darüber eine warme Daunenjacke anziehen zu können, obwohl um mich herum alle Passanten T-Shirts trugen. Meine Speicher waren einfach nur leer…

Zufrieden mit dem Ergebnis bei einem solch großen Laufevent mit einem 8. Platz in der Hauptaltersklasse (HK) und einer Gesamtplatzierung als 44. nach Hause gehen zu können traten wir noch am nntagabend den Weg nach Nürnberg an.