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Korbi, Markus und ich waren beim Ocean Lava Montenegro 2017 Mitteldistanz Triathlon für das Team Arndt e.V. als Staffel am Start. Nachdem Korbi nach schnellen 36 Minuten aus dem Wasser kam ging es für mich auf’s Rad. Auf meine 90km Rad in 2:31h folgte der Halbmarathon von Markus in 1:52h, der sich in brütender Hitze wirklich quälen musste.

Dank angenehmer Flugverbindung über Wien kam ich bereits am Donnerstag Nachmittag in Dubrovink an, fuhr mit dem Mietwagen von Kroatien nach Montenegro, bezog meine Unterkunft und machte mich sofort daran mein Zeitfahrrad wieder zusammen zu schrauben. Meine Unterkunft war nicht nur in idealer Lage (400 Meter zu Fuß zum Start / der Wechselzone) sondern auch die Gastgeberin, eine ältere Dame, versorgte mich täglich, ungefragt, mit frischem Apfelkuchen.

Am nächsten Morgen wurde sogleich die Laufstrecke ausgekundschaftet: Um Markus berichten zu können lief ich die ersten 16 km der 21,1km langen Strecke entlang der Bucht ab. Ein sagenhaft schneller Kurs mit ganz wenigen Höhenmetern direkt auf Meereshöhe. Lt. Veranstalter 5m above Sealevel. Die meiste Zeit läuft man am Meer, vorbei an Bars und Fischrestaurants, zwischenzeitlich muss man jedoch auf die Straße wechseln, wobei ich sehr froh um die gute Sichtbarkeit meines roten Challenge-Shirts war.

Kotor ist wirklich eine schöne Kleinstadt und ich nutzte die Tage bis zum Wettkampf, sowohl um gut Essen zu gehen als auch um mir ein wenig die Beine auf dem Rad zu vertreten.

Am Sonntagmorgen standen wir dann, Korbi und ich, am Schwimmstart. Korbi behielt bis zum letzten Moment all seine warme Kleidung an, da die doch etwas kühlen Wassertemperaturen um 7 Uhr morgens ihn frösteln ließen. Ohne Neo ist er dennoch geschwommen 😉
Nach 36 Minuten kam er mir auch schon in der Wechselzone entgegen gelaufen und ich sprang sofort auf’s Rad. Das Wetter war perfekt und ich tastete mich anfangs noch vorsichtig heran um nicht zu überpacen. Die ersten 15km waren vorallem anstrengend in Bezug darauf, gefahrlos zu überholen und nicht in der Windschattenbox des Vordermannes zu landen. Das Feld lockerte sich jedoch bald und ich konnte den hügeligen Kurs entlang der Küste teilweise sogar genießen. Die 90 Kilometer wurden aufgeteilt in 27km hinwärts, Wende, 18km zurück, 18km wieder hin und dann Wende zurück zum Start. Dafür, dass es für mich ein C-Wettkampf zur Formüberprüfung werden sollte lief es erstaunlich gut. Meine Erwartung und auch Hoffnung war es etwa in einem 36-37er Schnitt zu fahren und somit in 2:30h durchzukommen. Ich denke mit dem Ergebnis 2:31h ist mir das recht gelungen.

Die Radstrecke ist wirklich sehenswert und nachdem der Veranstalter einen Tag vor dem Wettkampf dann doch noch eine Streckensperrung genehmigt bekam, war das sie auch wirklich spektakulär zu fahren. Auf der Webseite wird dazu der englische Poet Lord Byron zitiert: “At the moment of the creation of our planet, the most beautiful merging of land and sea occurred at the Montenegrin seaside. When the pearls of nature were sworn, an abundance of them were strewn all over this area.” Ein wenig geschwollen formuliert aber Meer und Berge treffen hier tatsächlich aufeinander. Windig war es zum Glück nur auf zwei Teilstücken des Kurses ein wenig, sodass es sich abgesehen von einer Baustelle, die sich über einige Hundert Meter erstreckte, gut fahren ließ.

Nun hieß es Chip von meinem Fußgelenk an das von Markus und für ihn ging es ab auf die Laufstrecke. Mittlerweile war es wirklich warm geworden und Markus musste sich auf dem 21,1km langen Kurs in der Sonne ziemlich quälen. Den Zieleinlauf als Team ließen wir uns natürlich nicht nehmen!

Eine kurze Schrecksekunde blieb nicht aus, als ich im Rad-Ziel/der Wechselzone 2, bereits ausgeklickt wegrutschte und mich unter mein Rad legte. Sofort waren von Veranstalterseite viele helfende Hände um mich herum. Ich konnte im Nachhinein jedoch weder an Rad noch an mir einen Kratzer entdecken.

Als Staffel konnten wir den 3. Platz belegen und meine Radzeit war, und darauf bin ich schon ein wenig stolz, die beste Radzeit unter allen Staffeln die an diesem Rennen, inmitten von Kroatien, Bosnien, Serbien, dem Kosovo sowie Albanien, teilgenommen haben.

Hier noch ein paar Eindrücke von den Tagen vor dem Wettkampf sowie von Kotor selbst: