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Heute stand ich als Pacemaker beim Halbmarathon, dem Metropolmarathon, in Fürth am Start. Auch für mich eine völlig neue Erfahrung. Ich muss gestehen, ganz ohne Aufregung fuhr ich nicht nach Fürth – ungerne wollte ich den Mitläufern, die sich auf mein Pacing verlassen, ihre Zeit versauen.

Um kurz vor 7 Uhr noch alles recht ruhig an der Fürther Freiheit: Ich holte meine Startunterlagen, den Luftballon und das „Zugläufer“-Shirt mit dem 1:45 Aufdruck. Organisiert wird der Lauf vom Laufteam Fürth und so lief ich auch gleich in die Arme von Matthias, mit dem ich über Ostern das Trainingslager in Leutschach verbracht hatte.

8:45 Uhr ging es dann los – mit viel Moderation (auf Deutsch, Englisch und Spanisch) fiel der Startschuss und wir rollten den 21,1 km langen Kurs durch die Fürther Innenstadt, den Kanal. Eine Traube von etwa 30 Läufern hatte ich hinter mir gebildet. Gerade in den ersten paar Kilometern hatte ich bedenken durch das enge Startfeld den angepeilten Pace von 5:00 bzw. 4:58 nicht genau anlaufen zu können. Doch auf der Uhr stand 5:03, 4:56 und 5:00 – alles bestens! So nach und nach entspannte ich mich und sah das Ganze als einen lockeren Trainingslauf mit Animation. So konnte ich mit dem ein oder anderen Mitläufer unterhalten, meine Gruppe motivieren und einfach laufen. Schon bald waren wir bei 10km angekommen und genau im Schnitt. Bei Kilometer 15 tauchte dann unterwartet der Pacemaker für die 1:30 Zeit neben mir auf – er hatte sich den Fuß vertreten und somit den anstrebten Schnitt nicht mehr laufen können. Die letzten Kilometer stellte ich noch sicher, dass ich die Läufer, die mich im Vorfeld gebeten hatten sie „zu ziehen“, da sie noch nie diese Zeit gelaufen waren, neben mir zu positionieren. Bei 1:44:40 überquerte ich die Ziellinie und brachte somit alle bei exakt 1:45 ins Ziel. Dies wurde von der Moderation sogar entsprechend gewürdigt. Über den Dank der Mitläufer sie ins Ziel gebracht zu haben freute ich mich dann schon – das gibt es schließlich im Training nie.

Fazit:
Eine spannende Erfahrung – leichter als gedacht aber nicht zu unterschätzen, da leicht auch etwas „schief gehen“ kann. Die Organisation in Fürth war super und die knapp 5500 gut gelaunte Läuferinnen und Läufer machten den elften Metropolmarathon bei perfektem Wetter zu einem fantastischen Breitensport-Event.